Spaltung in der Nationalmannschaft: Mehrere Stars verlassen den Verband.
Mehrere Topstars haben sich nach der Entlassung des Trainerteams von der österreichischen Nationalmannschaft getrennt.
Die Methoden des neuen Nationaltrainers haben die Mannschaft gespalten. Nun haben mehrere der größten Stars ihre Verbindungen zum Verband abgebrochen.
Österreich holte im Frühjahr die deutsche Trainerlegende Wolfgang Pichler, um den Verband nach jahrelangen internen Turbulenzen zu sanieren und neu zu organisieren. Das hat sich als Fehlschlag erwiesen.
Nach seiner Ankunft entließ Pichler mehrere Trainer und stoppte viele der Pläne des Managements, was zu einem kompletten Zerwürfnis innerhalb der österreichischen Biathlon-Mannschaft führte.
Zunächst protestierte der Cheftrainer im Mai. Nun haben sich auch mehrere Topstars von der Nationalmannschaft getrennt.
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Umzug nach Frankreich
Anna Gandler, Österreichs größter weiblicher Star nach dem Rücktritt von Lisa Theresa Hauser, ist nach Frankreich umgezogen.
Dort trainiert die 25-Jährige mit ihrem Freund Emilien Claude vom französischen Nationalteam. Am Wochenende gewann Gandler Gold bei den österreichischen Sommermeisterschaften und belegte am Sonntag den zweiten Platz beim renommierten City Biathlon Dresden.
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Die Geschichte wird im Folgenden fortgesetzt.

Simon Eder wird ins Team geholt
Fabian Müllauer hat sich, ähnlich wie Gandler, für einen privaten Weg entschieden. Der 23-Jährige trainiert nun mit Biathlon-Legende Simon Eder und dessen Vater Alfred Eder sowie mit Sandra Flunger, die zuvor Lisa Theresa Hauser trainierte und nun die deutsche Biathlon-Nationalmannschaft betreut.
Auch Kristina Oberthaler hat sich gegen eine Teilnahme am Nationalmannschaftstraining entschieden. Die 28-Jährige, die im vergangenen Winter eine schwierige Saison erlebte, erhält nun Unterstützung vom regionalen Skiverband und den Behörden in Schladming.
Härter und strenger
Wolfgang Pichler hat seit seinem Amtsantritt ein neues System mit wesentlichen Änderungen in den Trainingsmethoden eingeführt. Der 71-jährige Deutsche verfolgt eine deutlich strengere und härtere Linie als sein Vorgänger.
Pichler bestimmt nun, was, wann und wie das Training stattfindet und verlangt von den Athleten absolute Disziplin.
Zwei Lager
Während sich einige Stars von Pichler distanziert haben, loben andere das neue Regime des deutschen Trainerveteranen.
„Der Sommer ist bisher gut verlaufen. Das Training ist härter und strenger als zuvor.“ sagt Anna Andexer Ski-Nordique.
Die Junioren-Weltmeisterin von 2025 erreichte im vergangenen Winter bei den Olympischen Spielen zwei Top-10-Platzierungen und bereitet sich nun auf ihre dritte Saison auf Weltcup-Niveau vor.
Lukas Haslinger begrüßt die Veränderungen ebenfalls.
„Ich nutze das Programm der Nationalmannschaft und bin sehr zufrieden.“ sagt die 23-Jährige, die im vergangenen Winter ihr Debüt bei der Weltmeisterschaft gab.
Umfangreiche Erfolgsbilanz
Der 71-jährige Deutsche Wolfgang Pichler blickt auf eine lange Karriere als Biathlon-Trainer zurück.
Von Ende der 1990er Jahre bis 2011 war Pichler maßgeblich an den Erfolgsgeschichten von Sportlern wie Magdalena Forsberg, Anne Carin Zidek, Björn Ferry und Helene Ekholm beteiligt.
Von 2011 bis 2014 war Pichler Cheftrainer der russischen Biathlon-Nationalmannschaft der Frauen. 2015 kehrte er nach Schweden zurück und betreute das Team dort bis zu den Weltmeisterschaften 2019 in Östersund.
Vor den Olympischen Spielen 2026 arbeitete er mit der bulgarischen Nationalmannschaft zusammen.
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