Trailrunning ist mehr als nur ein Sommertraining für Skifahrer
Trailrunning ist eine effektive Trainingsmethode im Sommer für Langläufer, da sie Gleichgewicht, Kraft und Anpassungsfähigkeit in abwechslungsreichem Gelände fördert und gleichzeitig das Training geistig anspruchsvoll hält.
Trailrunning hat in den letzten Jahren rasant an Popularität gewonnen und wird von immer mehr Skifahrern in ihr Sommertraining integriert. Die Sportart kombiniert abwechslungsreiches Gelände, beansprucht die gesamte Muskulatur und bietet die positiven mentalen Effekte des Aufenthalts in der Natur – ideale Voraussetzungen für ein effektives Training im Langlauf.
Trailrunning-Trainer Joni Seppä weiß, wovon er spricht. Mit seiner Erfahrung im Wettkampf-Skilanglauf kennt Seppä die Vorteile des Trailrunnings sowohl aus seinem eigenen Training als auch aus seiner Trainertätigkeit. Seiner Meinung nach ist Trailrunning neben Rollski eine der wichtigsten Trainingsformen im Sommer für Skifahrer, da beide die Fortbewegung in abwechslungsreichem Gelände beinhalten und den Körper vielseitig fordern.
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Abwechslungsreiches Gelände fördert wichtige Fähigkeiten bei Skifahrern
Das Laufen auf Trails unterscheidet sich deutlich vom Laufen auf flachen Oberflächen. Wurzeln, Steine, weiche Waldwege und hügeliges Gelände fordern ständig Gleichgewicht und Lauftechnik heraus. Genau das macht es für Skifahrer so wertvoll.
Laut Seppä wurde ihm diese Denkweise bereits in jungen Jahren vermittelt.
„Uns wurde immer geraten, nadelstichige und wurzelige Pfade Schotterwegen und erst recht flachen Straßen vorzuziehen. Auf Pfaden ist jeder Schritt anders, sodass selbst die kleineren stabilisierenden Muskeln in Füßen und Hüften beansprucht werden.“
Trailrunning verbessert Gleichgewicht, Schrittkontrolle und stabilisierende Muskulatur auf eine Weise, die beim Laufen auf ebener Strecke nicht erreicht werden kann. Gleichzeitig trägt es dazu bei, das Risiko von Überlastung durch repetitive Bewegungen zu verringern. Für Skifahrer bedeutet dies eine bessere Körperkontrolle, mehr Flexibilität und eine höhere Anpassungsfähigkeit an wechselnde Bedingungen.
Eine sportspezifische Trainingsmethode für Skifahrer
Skifahren und Trailrunning sind zwar unterschiedliche Sportarten, aber sie haben viele gemeinsame Trainingseffekte. Beide beinhalten Anstiege, Abfahrten, Rhythmuswechsel, Ausdauer und die Fähigkeit, den Körper in unebenem Gelände zu kontrollieren.
Deshalb ist Trailrunning nicht nur ein ergänzendes Training für Skifahrer, sondern hochgradig sportartspezifisch. Es fördert sowohl die körperliche Entwicklung als auch die im Wettkampf benötigte Reaktionsfähigkeit. Auf Trails passt sich jeder Schritt dem Gelände an, genau wie ein Skifahrer sich ständig an wechselnde Bedingungen anpassen muss.
Als Trailrunning-Trainer betont Seppä, dass die Vielfalt des Geländes den Sport so effektiv macht. Auf flachem Untergrund wird der Körper Schritt für Schritt gleich belastet, während sich die Belastung auf Trails ständig ändert.
Die Natur macht das Training angenehmer
Die Vorteile des Trailrunnings beschränken sich nicht nur auf die körperliche Entwicklung. Für viele ist es auch ein Genuss. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung eines kontinuierlichen Trainings, und genau hier haben Trailrunning-Anlagen einen klaren Vorteil.
„Die schönsten Orte findet man meist entlang von Wanderwegen. Straßen werden in den landschaftlich reizvollsten Gegenden selten gebaut, aber fast immer führt ein Wanderweg dorthin. Das hat einen großen Einfluss darauf, wie viel Spaß das Training macht.“
Das Training in der Natur lässt es sich oft mental leichter anfühlen. Wenn die Umgebung abwechslungsreich ist und die Landschaft die Anstrengung belohnt, empfinden die Trainingseinheiten meist als motivierender als monotone Läufe auf flachem Gelände.
Verletzungen sind kein unvermeidliches Risiko
Trailrunning gilt mitunter als verletzungsanfällig, doch Seppä sieht das anders. Seiner Meinung nach erhöht anspruchsvolles Gelände nicht automatisch das Verletzungsrisiko und kann sogar die Konzentration fördern.
„Wenn man auf Wanderwege geht, bereitet man sich mental darauf vor und ist konzentrierter. Selbst meine Knöchelverstauchungen sind mir schon auf flachen Schotterwegen passiert, wo ich versehentlich auf einen Tannenzapfen getreten bin. Verletzungen passieren meistens dann, wenn die Aufmerksamkeit am geringsten ist.“
Seppä rät Anfängern jedoch, schrittweise vorzugehen. Es bestehe kein Grund, die Geschwindigkeit sofort zu erhöhen. Das Selbstvertrauen wachse mit der Zeit, und je vertrauter das Gelände werde, desto natürlicher würden die Bewegungen.
Der Artikel wird im Folgenden fortgesetzt.

Sommerrennen unterstützen die Winterziele
Trailrunning bietet auch Skifahrern wettkampforientierte Vorteile. Sommerliche Trail-Läufe ermöglichen es, die Wettkampfform zu erhalten, selbst wenn die Wintersaison noch weit entfernt ist.
Seppä hebt die psychologische Bedeutung des Rennsports hervor.
„Ich habe mich oft gefragt, warum Skifahrer heutzutage so wenig außerhalb der Wintersaison an Wettkämpfen teilnehmen. Ich persönlich fand es mental ziemlich schwierig, monatelang keine Rennen zu bestreiten und dann plötzlich im Herbst wieder mit Wettkämpfen zu beginnen. Es fühlte sich an, als sei es viel schwieriger, meine Höchstform zu erreichen.“
Sommerrennen können als wertvolle Vorbereitung dienen, indem sie helfen, das Training zu strukturieren und die Wettkampfform vor dem Winter aufzubauen. Dasselbe gilt für Freizeitsportler, die sich auf Langstrecken-Skirennen vorbereiten und ihre Kletterkraft und Ausdauer auf vielseitige Weise verbessern möchten.
Für Trailrunning benötigt man keine teure Ausrüstung.
Trotz der großen Auswahl an Trailrunning-Schuhen auf dem Markt ist die Sportart nicht ausrüstungsintensiv. Laut Seppä ist der wichtigste Faktor, dass der Schuh gut passt und ein gutes Bodengefühl vermittelt.
Für den Einstieg sind keine großen Investitionen nötig, obwohl fortgeschrittene Läufer von Schuhen mit einem griffigeren Profil profitieren können. Letztendlich kommt es aber mehr auf Komfort und natürliche Bewegungsabläufe an als auf die Ausrüstung.
Ein wichtiger Bestandteil des Trainings des modernen Skifahrers
Die Botschaft von Trailrunning-Trainer Joni Seppä ist eindeutig: Trailrunning ist für Skifahrer nicht nur eine angenehme Sommeraktivität, sondern ein wirklich wertvoller Bestandteil ihres Trainings. Es fördert die Stabilisierungsmuskulatur, das Gleichgewicht, die Ausdauer und die Reaktionsfähigkeit und sorgt gleichzeitig für Abwechslung und Spaß.
Wenn diese Perspektive von einem Trailrunning-Trainer mit fundierter Erfahrung im Skirennsport kommt, hat sie Gewicht. Seppä spricht nicht als Außenstehender, sondern als Trainer, der die Anforderungen des Sports versteht und weiß, warum Trailrunning so hervorragend zu Skifahrern passt.
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