Hedegart will die Erfolgsformel verwerfen
Der 24-jährige Norweger gewann im vergangenen Winter zwei olympische Goldmedaillen und eine Bronzemedaille, den nationalen Meistertitel sowie eine Reihe von Siegen innerhalb und außerhalb des Weltcups. Nun will er das System, das ihm diese außergewöhnliche Saison ermöglichte, hinter sich lassen.
Einar Hedegart hat mit dem Programm, das er letzte Saison zusammen mit dem Team Anlegg Øst Entreprenør durchgeführt hat, alles richtig gemacht.
Kernstück des Ansatzes war ein Höhentrainingsprogramm, das sowohl Hedegart als auch seine Teamkollegen als Schlüssel zu ihrem Erfolg sehen und das Trainer Emil Hosøy als „völlig außerhalb des traditionellen Rahmens“ beschreibt.
Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Mailand-Cortina verbrachten Hedegart und der Rest des Teams fast 100 Tage in der Höhe. Der 24-Jährige aus Inderøy kehrte mit zwei olympischen Goldmedaillen und einer Bronzemedaille nach Hause zurück. Er errang zudem sieben weitere Siege, darunter vier im Weltcup und einen nationalen Meistertitel, und stand bei jedem Wettkampf, an dem er in diesem Winter teilnahm, auf dem Podium.
Hedegart erwägt nun, das Höhentraining vor der kommenden Saison ausfallen zu lassen.
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Die Prioritäten müssen anders gesetzt werden.
Der Grund dafür ist nicht, dass Hedegart das Vertrauen in das Höhentraining verloren hat. Er liegt vielmehr darin, dass er als Teil der Junioren-Nationalmannschaft zum Biathlon zurückgekehrt ist.
Die Weltmeisterschaften 2029 in Holmenkollen stehen nun im Mittelpunkt für Hedegart, der hofft, gleich zu Beginn der Saison in den Weltcup einsteigen zu können.
Um das zu erreichen, muss er nun ganz andere Prioritäten setzen, da er sich nicht mehr voll und ganz auf den Langlauf konzentriert.
„Es mag naheliegend sein, auf Höhentraining zu verzichten, um ein besserer Biathlet zu werden.“ sagte Hedegart Trønder-Avisaund erklärte:
„Für mich ist die Höhe ohnehin nicht der entscheidende Faktor. Hätte ich mich für Langlauf entschieden, wäre Höhentraining selbstverständlich gewesen, denn ich weiß, dass es die Geschwindigkeit beim Skifahren verbessert. Mich hält nicht die körperliche Verfassung zurück, sondern das Schießen. Wenn ich das Schießen dieses Jahr in den Griff bekomme, habe ich einen großen Fortschritt gemacht. Und dann kann ich es mir leisten, etwas langsamer Ski zu fahren.“
Olympiastars auf der Strecke zurücklassen
Hedegart hat schon mehrfach bewiesen, dass er die weltbesten Biathleten auf Skiern überholen kann.
Das stellte er zuletzt im April bei den nationalen Meisterschaften in Os unter Beweis, wo er die Silbermedaille im Sprint gewann. Trotz dreier Fehlschüsse lag Hedegart nur 13 Sekunden hinter Olympiasieger Johannes Dale-Skjevdal, der fehlerfrei schoss.
Keine bestätigten Höhenpläne
Hedegart bereitet sich derzeit auf sein erstes Trainingslager mit der Biathlon-Nationalmannschaft vor. Es beginnt Mitte Juni und findet in Lillehammer statt, das weit von jeglichen Höhenregionen entfernt liegt.
Ob die Junioren-Nationalmannschaft in dieser Saison überhaupt in die Höhe fahren wird, ist noch nicht bestätigt.
Das Team legte bisher großen Wert auf Höhentraining. Nach der Olympiasaison gab es jedoch bedeutende Veränderungen im Führungs- und Betreuerstab. Der Verband hat fast das gesamte Trainerteam ausgetauscht und neu organisiert; die letzte Neubesetzung erfolgte erst letzte Woche.
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