Dopingverdacht um Skistars Weltmeisterschaftsgold aufgekommen
Aktuelle Dokumente legen nahe, dass eine der überraschendsten Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften in der Geschichte durch Doping erzielt wurde.
Der Goldmedaillengewinn von Andrus Veerpalu im Jahr 2009, als er 38 Jahre alt war, war eine Überraschung. LautEstnische Medien steht nun im Verdacht, dass der ehemalige Skistar, im Zusammenhang mit dem Gewinn der Goldmedaille im 15-Kilometer-Rennen bei den Weltmeisterschaften 2009 in Liberec Blutdoping betrieben zu haben.
Dies geschieht, nachdem neue Dokumente aufgetaucht sind, die darauf hindeuten, dass der österreichische Mittelstreckenläufer Stefan Matschiner Veerpalu kurz vor den Meisterschaften 2009 angeblich beim Blutdoping geholfen hat. Aus den Dokumenten geht hervor, dass Matschiner dies den österreichischen Behörden gestanden hat.
Beteiligt am Skandal von 2019
Matschiner ist ein Vorgänger des österreichischen Dopingarztes Mark Schmidt, der nach den Weltmeisterschaften 2019 in Seefeld im Zuge des umfangreichen Blutdoping-Skandals verurteilt wurde.
Der Skandal, bekannt als „Operation Aderlass“, kam nach einer größeren Polizeiaktion ans Licht, bei der mehrere Langläufer festgenommen wurden. Unter ihnen war auch der österreichische Skifahrer Max Hauke, der mit einer Nadel im Arm erwischt wurde.
Auch Andrus Veerpalus Sohn Andreas wurde bei derselben Razzia festgenommen. Andrus Veerpalu selbst war als Trainer in den Dopingskandal verwickelt. Er wurde später wegen seiner Beteiligung verurteilt und ist derzeit suspendiert.
Bestreitet die Vorwürfe.
Da Matschiner nicht aktiv in diesen Skandal verwickelt war, wurde er im Zusammenhang mit den Ermittlungen nicht direkt verhört.
Im Berufungsverfahren nach dem ersten Urteil im Jahr 2021 tauchten die früheren Dokumente jedoch wieder auf. Andrus Veerpalu erhielt Gelegenheit, auf Matschiners Behauptungen zu reagieren. Er bestritt, Matschiner zu kennen, und erklärte, die Anschuldigungen seien unwahr. Der Fall soll 2024 abgeschlossen werden.
Er war zuvor nicht wegen Blutdopings verurteilt worden. 2011, kurz vor seinem Rücktritt, wurde er wegen Wachstumshormonen erwischt. Der Este legte Berufung gegen das Urteil ein, das 2013 vom CAS aufgehoben wurde.
Andrus Veerpalu ist Estlands erfolgreichster Langläufer mit zwei olympischen Goldmedaillen (2002 und 2006) und einer Silbermedaille (2002) sowie zwei Weltmeisterschaftsgoldmedaillen (2001 und 2009) und einer Silbermedaille (1999).
Der Tscheche Lukas Bauer gewann übrigens Silber im 15-Kilometer-Rennen bei den Weltmeisterschaften 2009 in Liberec, während der Finne Matti Heikkinen Bronze holte. Veerpalu gewann seine zweite Weltmeisterschaftsgoldmedaille im 30-Kilometer-Rennen bei den Weltmeisterschaften 2001 in Lahti.
Zurück im Rampenlicht
Diesen Winter feierte Andrus Veerpalu sein Comeback im internationalen Skisport, obwohl er weiterhin vom Internationalen Ski- und Snowboardverband (FIS) suspendiert ist.
Diesmal im Biathlon. Der 54-Jährige ist nun, wie vom ukrainischen Nationalteam bestätigt, Teil der ukrainischen Biathlon-Nationalmannschaft.

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