Rollski in Deutschland: Zwei bekannte Sieger in Arnstadt und der Weg zur Weltmeisterschaft in Lettland
Im thüringischen Arnstadt wurde am vergangenen Sonntag mit dem ersten Qualifikationsrennen für die Weltmeisterschaften in Lettland die deutsche Rollski-Saison 2026 eröffnet.
Der Rollski-Wettbewerb Jonastaler-Challenge über 18.3 km in klassischer Technik lockte ein starkes Teilnehmerfeld an und brachte bekannte Sieger hervor.
Jonastaler-Challenge: Bing und Lohmann auf dem Siegerpodest
Im Rennen der Männer sicherte sich der SkiClassics Profi-Athlet Thomas Bing vom tschechischen eD-System RSJ Team den Sieg mit einer Zeit von 52:03 Minuten. Anton Schaper blieb ihm dicht auf den Fersen, musste sich aber schließlich mit 33 Sekunden Rückstand mit dem zweiten Platz begnügen. Florian Widemann belegte mit 3:05 Minuten Rückstand den dritten Platz.
Im Frauenrennen war Lisa Lohmann unangefochten an der Spitze: In 55:26 Minuten ließ sie der Konkurrenz keine Chance. Selina Stadler folgte mit 4:24 Minuten Rückstand auf den zweiten Platz, während Johanna Weiss mit 12:55 Minuten Rückstand auf die Siegerin das Podium komplettierte.
Das Rennen zählte als offizielles Qualifikationsereignis im Rahmen des DSV-Qualifikationsprozesses für die FIS Rollski-Weltmeisterschaften 2026.
Relevante Artikeln: Der Weltcup-Kalender für Rollski 2026 ist veröffentlicht.
Der Weg nach Lettland – Qualifikation für die Weltmeisterschaften
Die FIS Rollski-Weltmeisterschaften 2026 rücken näher, und der Deutsche Skiverband (DSV) hat die Nominierungsregeln auf seiner Website veröffentlicht. Rollski Nordisch – Deutscher SkiverbandWer sich einen der verfügbaren Startplätze sichern möchte, muss sowohl sportliche als auch organisatorische Anforderungen erfüllen.
Startquoten und Leistungsstandards
In jeder Kategorie (Juniorinnen, Junioren, Frauen und Männer) stehen fünf Startplätze zur Verfügung. Die Leistungsschwelle liegt bei maximal 5 % Rückstand auf die jeweilige Bestzeit (2 % bei Massenstarts). Die Ergebnisse aus Arnstadt fließen direkt in diese Auswertung ein.
Auswahlveranstaltungen 2026
Neben dem Lauf in Arnstadt steht ein weiterer Termin fest: Oberhof am 21. Juni 2026 im Rahmen der DSV Marathon Series. Hinzu kommt eine weitere, noch zu bestätigende Veranstaltung. Die Teilnahme an mindestens einem Qualifikationslauf ist Voraussetzung für die Nominierung. Das Reglement lässt jedoch Flexibilität zu: In Ausnahmefällen, wie beispielsweise bei Verletzungen oder herausragenden Leistungen, kann der Verband von den Standardkriterien abweichen.
Wer entscheidet?
Über die Ergebnislisten hinaus erfolgt die endgültige Nominierung durch ein vierköpfiges Gremium per Mehrheitsbeschluss:
- DSV-Repräsentant Rollski Nordisch
- Vorsitzender des DSV-Ausschuss Wettkampfsport
- Sportlicher Leiter des Referats Rollski Nordisch
- Ein Athletenvertreter
Neben der reinen Leistung spielen auch das Entwicklungspotenzial (insbesondere bei Nachwuchsathleten), die rechtzeitige Anmeldung und die Akzeptanz der Kostenbestimmungen eine Rolle bei der Entscheidung.
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