Radfahren für Skifahrer: Ein wertvolles Hilfsmittel für das Sommertraining
Radfahren kann, richtig ausgeführt, eine wirkungsvolle Ergänzung zum Skitraining sein. Ein Experte erklärt, warum Skifahrer aller Könnensstufen es in ihr Sommertraining einbauen sollten.
Radfahren als Trainingsform für Skifahrer ist ein Thema, das die Meinungen spaltet. Manche meinen sogar, Radfahren sei für Skifahrer nutzlos. Antti Hagqvist sieht das anders. Richtig durchgeführt, ergänzt Radtraining das Trainingsprogramm von Skifahrern aller Leistungsstufen.
Hagqvist hat ein paar Tipps für Radfahranfänger. Der erste Tipp lautet, dem progressiven Lernfortschritt zu folgen, das heißt, Anzahl und Dauer der Fahrten sollten schrittweise erhöht werden. Die erste Fahrt sollte also nicht drei Stunden dauern, eine Stunde reicht völlig aus.
Eine relativ hohe Trittfrequenz ist besonders für Skifahrer wichtig. Dadurch wird das Fahren dynamischer und entspricht dem Rhythmus beim Laufen und Langlaufen. Laut Hagqvist sind 90–100 Umdrehungen pro Minute ein guter Wert.
Der dritte wichtige Faktor ist die Herzfrequenz. Die Schwellenherzfrequenz beim Radfahren ist etwa zehn Schläge niedriger als beim Laufen und Skifahren.
„Wenn die aerobe Schwelle für einen sportlichen Menschen bei 140 Schlägen pro Minute liegt, gilt beim Radfahren als Faustregel 135 Schläge pro Minute. Nur wenige wissen das, und dann vermuten wir, dass mit unserer Beinkraft etwas nicht stimmt, wenn wir nach anderthalb Stunden Radfahren keine Hügel mehr hochfahren können.“ sagt Hagqvist Maastohiihto.com.
Für Skifahrer ist das Fahrrad ein treuer Begleiter, insbesondere wenn es um den Aufbau von Ausdauer geht. Viele bevorzugen Radfahren als Trainingsmethode für längere Einheiten.
Laut Hagqvist beginnen lange Radtouren oft mit zu hoher Intensität, und der Fehler wird mitunter erst nach der Fahrt bemerkt. Das liegt daran, dass die Leistung abfällt, was sich nicht in der Herzfrequenz widerspiegelt. Die Leistungsmessung ohne Leistungsmesser kann schwierig sein.
„Viele starten zu schnell, wenn nicht jeder einen Leistungsmesser hat, und die Leistung sinkt gegen Ende. Die Herzfrequenz bleibt vielleicht konstant, und man denkt, man sei mit konstanter Leistung gefahren, aber die Leistung ist gegen Ende abgefallen. Die Leistung sollte konstant bleiben oder leicht ansteigen, um ein qualitativ hochwertiges Training zu gewährleisten.“
Für Skifahrer, die regelmäßig Ski fahren, kann ein Leistungsmesser eine lohnende Investition sein.
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Schotter ist eine gute Option für Skifahrer
Laut Hagqvist sind die wichtigsten Faktoren beim Kauf eines neuen Fahrrads dessen Größe und der beabsichtigte Verwendungszweck.
„Wir kaufen selten ein Fahrrad, das zu groß ist, aber wir sehen oft Leute, die ein zu kleines Fahrrad fahren.“
„Auch der Verwendungszweck sollte berücksichtigt werden. Wenn das Fahrrad für Trainingszwecke genutzt wird, muss die Sitzposition nicht unnatürlich sein. Man muss eine Sitzposition finden, in der man bequem stundenlang sitzen kann.“
Für Skifahrer empfiehlt Hagqvist ein Gravelbike, das sich sowohl auf Asphalt- als auch auf Schotterwegen gut fahren lässt. Besonders Anfänger im Radsport profitieren davon, den Sport auf unbefestigten Wegen in einer etwas sichereren Umgebung zu üben.
Hagqvist bevorzugt vor allem im Vergleich zum Mountainbiken Schotterpisten.
„Wenn ein Skifahrer nur abseits der Straße fährt, ist das physiologisch sehr ähnlich wie Skifahren. Es gibt immer eine kurze Pause beim Auf- und Abfahren der Hügel.“
Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht am Maastohiihto.com und heute, am 12. Juni 2026, auf ProXCskiing.com aktualisiert.
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